vor der Geburt

Die Entbindungsorte - Wo kann ich alles entbinden?

Die Entbindungsorte - Wo kann ich alles entbinden?

Die Entbindungsorte - Wo kann ich alles entbinden?

Jede schwangere Frau macht sich früher oder später Gedanken, wo Sie ihr Kind auf die Welt bringen möchte. Dir wird es wahrscheinlich genau in diesem Moment auch so ergehen. Und mittlerweile ist es nicht mehr nötig das Kind in einer Klinik zu entbinden. Immer mehr werdende Mütter nutzen gute Alternativen zu einer Klinikgeburt. Denn wo man sich wohl und aufgehoben fühlt, sind die Schmerzen immer besser zu verkraften. Wir stellen Dir dafür die Orte vor, an denen Du Deinen neuen Engel auf die Welt bringen kannst.

Fragen/Antworten bei der Frage nach dem richtigen Entbindungsort

Im Normalfall kannst Du selbst den Ort wählen, wo Du entbinden möchtest. Wir empfehlen Dir daher vor der Geburt genügend Informationen einzuholen, damit Du den für Dich geeigneten Ort finden kannst. Schau Dir einfach mal das Geburtshaus oder die Klinik vorher an und lasse Dir vor Ort alles von den Mitarbeitern erklären. Gehe dabei schon auf die individuellen Möglichkeiten ein, die Dir geboten werden können. Denn wer nachfragt, der hat auch die Möglichkeiten, seine eigenen Entscheidungen mit in die Klinik einzubringen. Informiere Dich vorher, wo Dir was zur Verfügung steht und wie sehr auf Deine Vorstellungen und Wünsche eingegangen werden kann. Eine wichtige Frage ist zum Beispiel: “Darf ich während der Entbindung aktiv mitbestimmen was geschieht?”. Mach Dir gegebenenfalls eine eigene Vorteile und Nachteile Liste und gewichte Dir die Punkte in Deinem Interesse. Wir geben Dir im Laufe des Texte auch schon die wichtigsten Vor- und Nachteile mit. Zusammengefasst kannst Du daraufhin dann die richtige Entscheidung für Dich treffen. Denn das wichtigste ist und bleibt: Du musst Dich wohl und sicher fühlen.

Die Hausgeburt - das Baby in den eigenen vier Wänden entbinden

Der bisher am seltensten genutzte Ort um ein Baby auf die Welt zu bringen, ist das eigene zu Hause. Was früher ganz normal war, wird in unserer heutigen Gesellschaft häufig als utopisch empfunden. Dabei erblickt in Deutschland nur ungefähr jedes hundertste Kind in den eigenen vier Wänden das Licht der Welt. Der Grund für den Wandel in der Geschichte sind die Gefahren die während einer Geburt lauern. Doch auch hier hat sich im Laufe der Geschichte viel getan, da werdende Eltern schon in der Schwangerschaft gut beraten werden. Somit laufen heutzutage schon knapp 80 Prozent aller Geburten ohne Komplikationen ab. Vergleicht man das zu anderen Ländern, ist die Rate in Deutschland schon sehr gut. Trotzdem entscheiden sich immer noch nur wenige Mütter für den Weg einer Hausgeburt. Dabei ist es altbekannt, dass Mütter, aber auch Väter, in einer bekannten Umgebung besser entspannen und abschalten können. Zu Hause fühlst Du Dich geborgen und sicher.

Solltest Du Dich also für diese Variante entscheiden wollen, musst Du jedoch mehrere Dinge beachten. Denn als Voraussetzung für eine Geburt in den eigenen vier Wänden ist die Betreuung durch eine erfahrene Hebamme. Dabei solltest Du mit den Vorbereitungen schon frühzeitig beginnen: Denn auch die Wahl für die richtige Hebamme kann sehr entscheidend für das Wohlbefinden bei der Geburt sein. Aber Achtung: Eine Hausgeburt sollte bei Risikoschwangerschaften nicht durchgeführt werden. Informiere Dich also auch frühzeitig bei Deinem Arzt, ob die Möglichkeit bei Dir überhaupt besteht, um später nicht enttäuscht zu werden. Beachte auch, dass auch wenn bis und während der Geburt kein Arzt vor Ort ist, die reguläre kinderärztliche Untersuchung (U2) nach der Geburt von einem Kinderarzt vorgenommen werden muss. Darüber hinaus spricht das verringerte Risiko einer Wochenbettdepression und auch die Erleichterung bei der Wochenbettzeit für eine Hausgeburt.

Vorteile:

  • Du kannst Dir zu Hause eine entspannte Atmosphäre schaffen
  • Es sind selten medizinische Eingriffe nötig
  • niedrige Dammschnittraten
  • niedrige Dammrissraten
  • Du hast keinen Stress bei der Organisation der Fahrt zum Kranken- oder Geburtshaus

 

Nachteile:

  • Du bist direkt nach der Geburt auf Dich gestellt
  • bei plötzlichen Komplikationen musst Du in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden
  • Du musst Dein komplettes Zuhause auf die Geburt vorbereiten und selbst alle Vorkehrungen treffen

 

Entbindung in der Klinik - der meistgewählte Weg

In der heutigen Gesellschaft kommen in Deutschland fast alle Kinder in Kliniken zur Welt. Die schnelle Möglichkeit ärztliche Hilfe zu kriegen und der Einsatz vieler erfahrener Mitarbeiter überzeugen die meisten werdenden Mütter. Doch trotzdem haben viele Mütter in einer Klinik, neben dem Gefühl der Sicherheit, auch das Gefühl eine Belastung für das Personal zu sein, welche schnellstmöglich fertig werden sollte, da die nächste Mutter schon wartet. Und auch wenn viele Kliniken schon länger daran arbeiten, die Atmosphäre während der Geburt zu verbessern, gibt es noch viele Kliniken, welche nicht so gut abschneiden. Solltest Du Dich also für eine Geburt in der Klinik entscheiden, solltest Du Dich frühzeitig informieren, welche Klinik Du wählst. Denn die richtige Klinik bietet Möglichkeiten, welche Du fast nur zu Hause kriegen kannst. Damit Du Dich richtig entscheiden kannst, geben wir Dir die wichtigsten Punkte mit, über welche Du Dich in der Klinik informieren solltest:

  1. Bietet die Klinik ein Rooming? Denn beim Rooming gibt die Klinik Dir die Möglichkeit auch auf der Wöchnerinnenstation einen engen Kontakt zu Deinem Baby zu haben.
  2. Bietet Dir die Klinik alternative Entbindungsmethoden? Darfst Du dir die Geburtsstellung aussuchen oder zum Beispiel für eine Wassergeburt entschieden?
  3. Bietet die Klinik Dir eine ambulante Entbindung? Das bedeutet, dass Du, sollten keine Komplikationen auftreten, schon wenige Stunden nach der Geburt nach Hause entlassen werden kannst. Voraussetzung dafür ist aber auch die Versorgung durch eine Hebamme.

Vorteile

  • weniger Risiken, wenn nicht unnötig interveniert wird
  • Du kannst die Tage nach der Geburt in Ruhe und mit Verpflegung im Krankenhaus verbringen

Nachteile

  • Du hast vorher keinen Kontakt zu den Hebammen
  • bietet nicht so viel Ruhe, Intimität und Geborgenheit
  • starre Krankenhausvorschriften lassen Dir wenig Spielraum für Selbstbestimmung
  • hohe Dammschnitt- und Dammrissraten
  • eine 1:1 Betreuung, da Hebammen sich häufig zwischen den Kreissälen hin- und herbewegen
  • Du hast einen Anfahrtsweg zum Krankenhaus
  • Schichtwechsel unter den Hebammen

 

Entbindung in einem Geburtshaus - Die alleinige Betreuung durch Hebammen

Neben Hausgeburten, welche in Deutschland wieder vermehrt durchgeführt werden, erfreuen sich auch Geburtshäuser in Deutschland einer wachsenden Beliebtheit. Denn im Gegenzug zu Kliniken werden Geburtshäuser ausschließlich durch Hebammen betreut. Das gibt den werdenden Mütter das Gefühl kein Patient eines Arztes zu sein, sondern das was sie sind: werdende Mutter. Dabei ist der klare Vorteil eines Geburtshauses die bewusste ganzheitliche Betreuung der werdenden Mutter in der Schwangerschaft, vor und während der Geburt und auch in der Wöchnerinnenzeit. Die persönliche Betreuung der Mutter steht dabei die ganze Zeit im Vordergrund. Viele Geburtshäuser sind dafür extra behaglich eingerichtet und besinnen sich auf die traditionelle Art der Geburt. Aus diesem Grund entbinden Frauen in Geburtshäusern ambulant. Darüber hinaus bieten einige Geburtshäuser auch den Service einer Wöchnerinnenbetreuung im Hause. Das gibt Dir mehr das Gefühl einer Ferienwohnung, anstatt des Gefühl eines gestressten Krankenhausalltags. Aber beachte: Bei einer Risikoschwangerschaft wirst Du leider auch keine Geburt in einem Geburtshaus durchführen können. Informiere Dich auch hier, wie bei einer Hausgeburt, rechtzeitig, um keine späte Enttäuschung zu erfahren.

Vorteile

  • Du erhältst eine intensive Betreuung von Beginn der Schwangerschaft an
  • niedrige Dammschnitt-Raten
  • Du hast Zugriff auf eine Rufbereitschaft rund um die Uhr ab der 37. Schwangerschaftswoche
  • enges, entspanntes Vertrauensverhältnis
  • Ein deutlich geringes Risikopotential, da hier vor der Geburt eine gründliche Anamnese und Risikoabwägung stattfindet


Nachteile

  • anders als im Krankenhaus ist man zuhause direkt auf sich gestellt
  • Du hast auch hier einen Anfahrtsweg zum Geburtshaus
  • bei plötzlichen Komplikationen musst Du in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden
  • Es entstehen Dir Kosten für die Rufbereitschaft
  • Du musst Dich vorab bei der eignen Krankenkasse informieren, ob überhaupt und wieviel der Kosten erstattet wird

 

Die Entscheidung ist gefallen - Darauf solltest Du Dich vorbereiten

Wenn Du Dich für einen Entbindungsort entschieden hast, nachdem Du ihn hoffentlich schon besichtigt und Dich mit den möglichen Ärzten und Hebammen besprochen hast, wirst Du danach noch eine Wahl treffen müssen: nämlich die Wahl über die Art der Entbindung. Doch keine Angst: Diese Entscheidung kannst Du sogar noch während der Geburt treffen. Doch solltest Du schon vorher über die Möglichkeiten informieren und ob diese Dir auch angeboten werden. Dabei kannst Du im, wie die meisten, im Liegen gebären oder Dich für eine Geburt kniend, hockend oder im Vierfüßlerstand entscheiden. Frage Dich einfach, welche Stellung Dir gut tut und in welcher Stellung Du Dich am wohlsten fühlst.

Zusätzlich kannst Du Dich auch für mehrere alternative Unterstützungen bei der Geburt entscheiden. Zu diesen alternativen Unterstützungen zählen zum Beispiel Homöopathie, eine Akupunktur, breite und verstellbare Betten sowie Bachblüten. Neben einem Geburtsbett Kannst Du Dich aber auch für eine Entbindungswanne oder einen Gebärhocker entscheiden. Dabei sind gerade die Wassergeburten in einer Entbindungswanne gerade im Trend. Das warme Wasser lindert häufig die Schmerzen, hilft Dir beim Veratmen der Wehen und verringert das Risiko eines Dammrisses. Zusätzlich kannst Du Dich in der Wanne deutlich besser bewegen. Bei einem Gebärhocker wirst Du Dich im Gegensatz zum Bett oder der Wanne in einer aufrechten Position befinden. Dabei wird die Schwerkraft Deinem Kind auf dem Weg nach draußen helfen.

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